Debatte um Katzensteuer – ja oder nein

Die Katzensteuer wird durch einen Kommentar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 19.01.2017 und einem Artikel  der BILD-Zeitung neu thematisiert.

 

 

Wie steht der Verein Strassentiger Nord e.V. dazu?

23.1.2017: Die Katzensteuer wird von einigen ins Spiel gebracht, um die Anzahl der freilebenden Katzen zu reduzieren.

Mit diesem und dem Ziel, einen verantwortungsvollen Umgang bzw. eine verantwortungsvolle Haltung von Katzen zu fördern, könnte man diese Idee vielleicht erst mal charmant finden, aber …

 

ABER:

Es gibt sehr viel mehr Contra als Pro-Argumente und deutlich bessere Methoden der Populationskontrolle.

  • Dagegen spricht ein hoher Verwaltungs- und Umsetzungsaufwand.
  • Zur Reduktion des Katzenelends ist der Ansatz eher kontraproduktiv, denn es führt vermeintlich dazu, dass noch mehr Katzen nicht mehr zugeordnet werden können, da man sich auf diese Weise der Halter- und Steuerpflicht entziehen will.
  • Hinzu kommt die Frage, ob bzw. wie Wohnungskatzen besteuert werden sollen.

 

Die Lösung:

Der einzige aus unserer Sicht sinnvolle und tierschutzkonforme Weg ist die Einführung einer Kastrations-und Kennzeichnungspflicht, am besten landes- oder gar bundesweit.

 

In Schleswig-Holstein hat das Land die Ermächtigung nach § 13b Tierschutzgesetz in einer Subdelegationsverordnung am 25.11.2014 auf die Städte und Gemeinden übertragen, die sich bisher schwertaten, eine Katzenschutzverordnung einzuführen und somit eine Vorreiter-Rolle in Schleswig-Holstein einzunehmen.

 

Vorreiter-Rolle in Schleswig-Holstein:

Nun hat das Amt Nordsee-Treene diese begrüssenswerte Vorreiterrolle in Schleswig-Holstein eingenommen, indem es mit Wirkung zum 01.01.2017 eine Katzenschutzverordnung erlassen hat. Hier gilt in allen zum Amt Nordsee-Treene gehörenden Gemeinden eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen mit "unkontrolliertem freien Auslauf".

 

Trotz mehrerer vorangegangener Kastrationsaktionen mit dem Ziel der Populationsreduktion der freilebenden Katzen und der Fundtiere in den Tierheimen zeigt sich weiterhin, dass das Elend der Katzen durch unkontrollierten freien Auslauf von Halterkatzen noch immer anhält.

 

Fazit: 

Dies ist aus unserer Sicht der einzige wirkungsvolle Weg, das Katzenelend mittel- bis langfristig zu reduzieren und somit auch die Unterbringungs- und Versorgungskosten im Tierheim, die von den Ämtern und letztendlich auch vom Steuerzahler übernommen werden, zu verringern.

 

Wie sieht es in unserer Region aus?

Auch wir haben dieses Thema schon bei den ansässigen Städten und Gemeinden (Zweckverband Fundtiere Segeberg West) vorgestellt und gemeinsam diskutiert und hoffen, dass diese zukünftig dem Beispiel des Amt Nordsee-Treene folgen werden.