Der Stand in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gibt es nach unseren Schätzungen rund 75.000 freilebende Katzen.

 

Auch das Land und teilweise die Kommunen haben erkannt, dass Handeln notwendig ist, und so gab es breit angelegte Kastrationsaktionen im Land in den Jahren 2014/2015 und teilweise 2016. Wir hoffen, dass diese im Herbst 2017 fortgesetzt werden.  

 

Es gibt schon einige Städte/Gemeinden in Schleswig-Holstein mit einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen nach § 13b TSchG.

 

Die aktuelle Liste gibt es hier 

(ots) 22.10.2013 KIEL. Umweltminister Robert Habeck ruft Katzenhalter und Katzenhalterinnen dazu auf, ihre Tiere kastrieren zu lassen. "Das gehört zu einer verantwortungsvollen Katzenhaltung dazu. Katzenhalterinnen  und Katzenhalter leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum allgemein Tierschutz", sagte Habeck heute (22. Oktober 2013).  Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schärfen, wird in den kommenden Wochen ein Flyer des Ministeriums über Ordnungsämter, Amtstierärzte und Tierschutzvereine verteilt werden.

 

Hintergrund für den Appell ist, dass die Zahl der frei lebenden, nicht an Menschen gebundenen Katzen stetig steigt. Die frei lebenden Katzen werden auf der Suche nach Nahrung nicht immer fündig, ein Teil der Tiere ist krank oder verletzt. Gleichwohl sorgen diese Katzen für Nachwuchs und werden dabei häufig von freilaufenden Hauskatzen unterstützt. Viele der jungen Katzen werden krank geboren und leiden unter Mangelernährung, Parasitenbefall und Infektionen. Katzenhalter sollten sich daher umfassend über die Möglichkeiten der Kastration ihrer Katzen und Kater bei ihrem Tierarzt oder ihrer Tierärztin informieren, sagte Habeck.

 

Als weiteren Schritt prüft das Umweltministerium, auf Basis des neuen Tierschutzgesetzes des Bundes, den Kreisen weitergehende Möglichkeiten zu geben, um die Katzenpopulation einzudämmen. "Es ist wichtig, den lokalen Besonderheiten entsprechend zu handeln. Nicht überall sind die Probleme gleich", betonte Habeck. Das Umweltministerium wird die gesamte Problematik mit Tierschutzverbänden, Tierärzten und Kommunen erläutern und nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7068 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mailpressestelle@melur.landsh.de

 

hier der Link zu dieser Meldung

hier der Link zum Flyer

Landesverordnung über die Übertragung der Ermächtigung zur Festlegung von Schutzgebieten für freilebende Katzen (Schleswig-Holstein) Vom 25. November 2014
Landesverordnung §13b SH VO.pdf
PDF-Dokument [5.8 KB]
Gegen das Katzenelend – Landesregierung gibt Kommunen rechtliche Möglichkeit zum Handeln Datum 18.11.2014
Landesportal Schleswig Holstein - Medien[...]
PDF-Dokument [113.3 KB]

 

Am 14.11.2012 hat der Landtag SH beschlossen, den Tierschutz in die Landes-Verfassung aufzunehmen.

Pressemeldung zur Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung
plenum-online Dezember 2012.pdf
PDF-Dokument [39.3 KB]
Gesetzentwurf und Beschluss vom 14.11.2012
Landtag SH 18-0283 14 11 2012 Aufnahme T[...]
PDF-Dokument [18.8 KB]

Bundesebene: Änderung im Tierschutzgesetz vom 4.7.2013

 

NEU:

§ 13b 

Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung zum Schutz freilebender Katzen bestimmte Gebiete festzulegen, in denen
1.
an diesen Katzen festgestellte erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden auf die hohe Anzahl dieser Tiere in dem jeweiligen Gebiet zurückzuführen sind und
2.
durch eine Verminderung der Anzahl dieser Katzen innerhalb des jeweiligen Gebietes deren Schmerzen, Leiden oder Schäden verringert werden können.
In der Rechtsverordnung sind die Gebiete abzugrenzen und die für die Verminderung der Anzahl der freilebenden Katzen erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Insbesondere können in der Rechtsverordnung
1.
der unkontrollierte freie Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen in dem jeweiligen Gebiet verboten oder beschränkt sowie
2.
eine Kennzeichnung und Registrierung der dort gehaltenen Katzen, die unkontrollierten freien Auslauf haben können, vorgeschrieben
werden. Eine Regelung nach Satz 3 Nummer 1 ist nur zulässig, soweit andere Maßnahmen, insbesondere solche mit unmittelbarem Bezug auf die freilebenden Katzen, nicht ausreichen. Die Landesregierungen können ihre Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf andere Behörden übertragen.
Zusammenfassung §13b
Änderung TS-Gesetz §13b.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

 

und hier ein Link mit allen Details dazu  (Entwürfe, Beratungen, etc.)