Unsere Sichtweise/Lösungen

 

Ausgangssituation:

 

Das Katzenelend wird verursacht durch:

  1. Unkastrierte Wohnungskatzen, die Nachwuchs bekommen, der dann ebenfalls unkastriert irgendwo hingegeben wird
  2. Unkastrierte Freigängerkatzen
  3. Unkastrierte Katzen auf Bauernhöfen, Pferdehöfen, etc.
  4. Unkastrierte, ausgesetzte, zurückgelassene oder entlaufene Katzen /  unkastrierte Fundkatzen

-> führt zu sich unkontrolliert vermehrenden Katzen, die verwildern und sich immer weiter vermehren. Krankheiten breiten sich aus, viele sind unterernährt, krank, schwach.

 

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Gründe/Argumente, die wir immer wieder erleben:

 

1. Fehlendes Bewusstsein/Fehlendes Verantwortungsbewusstsein

Katzen werden einfach ausgesetzt, zurückgelassen, nicht kastrierte vermehren sich und wandern ab, „das sind nicht meine Katzen“, „wir haben noch nie die Katzen kastriert“, „ich wusste nicht, dass die sich so schnell vermehren“, „die Kinder sollen das Wunder der Geburt mit erleben“, „eine Katze sollte mindestens einmal Junge bekommen“, etc.

 

2. Kosten der Kastration

„Bei so vielen Katzen kann ich mir keine Kastration leisten“, „eine Kastration ist zu teuer“; „die werden eh überfahren, warum soll ich sie teuer kastrieren lassen“ etc.

 

3. Aufwand der Kastration

„Ich kriege die ja nicht zum Tierarzt, die sind zu wild“; „ich weiß nicht, wie ich die in den Transportkorb bekommen soll“, etc.

 

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Mögliche Lösungen aus Sicht von Strassentiger Nord e.V.:

um kurzfristig was zu tun und das Problem nicht noch grösser werden zu lassen

 

1. Aufklärung (bringt allein nicht viel)

 

2. Unterstützung bei den Kosten kostet zwar zunächst, entlastet aber nach kurzer Zeit die Tierheime/Behörden etc. da weniger Katzen im Tierheim aufgenommen, versorgt und betreut werden müssen.
Führt zu Einsparungen finanziell, personell, räumlich beim Tierschutzverein, Tierheim, Behörden und letztendlich beim Steuerzahler. 

 

a. (Teil-)Übernahme der Kosten durch Land, Stadt, Gemeinde (Landesregierung will Tierheime entlasten, Auszug Koalitionsvertrag 2012 bis 2017; neuer § 13b Tierschutzgesetz)

 

b. Gemeinsame Finanzierung durch Behörden, Städte/Gemeinden, Land, Tierärzte, Jägerschaft, Vereine

 

 

 

c. Zeitweise Möglichkeit zur Verringerung der Kastrationskosten  (zeitliche begrenzte Aktionen, in denen die Tierärzte Kastrationen zu reduzierten Sätzen anbieten dürfen (nicht müssen!)

 

d. Möglichkeit, dass Tierärzte Kastrationen zu Sonderkonditionen für Tierschutzvereine/ Tierheime anbieten/durchführen dürfen (nicht müssen!).

 

 

Zusätzlich zwingend notwendig:

 

  • Kastrations- und Kennzeichnungspflicht (viele Städte/Gemeinden haben dies bereits mit Erfolg umgesetzt, führt mittel- bis langfristig ebenfalls zu Kosteneinsparungen auf allen Seiten, Details siehe http://www.tierschutzbund.de/katzenschutz.html)